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Textiler Outdoor Award

Jetzt ist wieder Kreativität gefragt

Der Wettbewerb „Textiler Outdoor Award“ geht in die vierte Runde. 2016 wird es einen 2. Textilen Kunstwanderweg geben, bei dem Natur und Maschen-/Textilkunst verschmelzen. Einsendeschluss für die Kunstwerke ist der 10. Dezember 2014. Handarbeit sprach mit Silke Bosbach, Gründerin und Organisatorin des Textilen Outdoor Awards, über den Wettbewerb.

Fotos

© Atelier S. Bosbach
Maschenkunst im öffentlichen Raum: Der 1. Textile Kunstwanderweg brachte faszinierende Kunstwerke hervor, beim 2. Textile Kunstwanderweg ist nun wieder Einfallsreichtum gefragt.
© Atelier S. Bosbach
Dieser gefiederte Freund ist beim 4. Textilen Outdoor Award mit dem Thema „My Bird“ entstanden.
© Atelier S. Bosbach
Die Führungen auf dem 1. Kunstwanderweg waren alle ausgebucht, so groß war das Interesse an der besonderen Kunstform.

Was war Ihr Hintergedanke, als Sie den Preis 2010 ins Leben gerufen haben?
Silke Bosbach: Kreativen Personen sämtlicher Generationen, als auch Unternehmen der Hobby- und Handarbeitsbranche eine spannende, kostenfreie, aber auch karitative Plattform anzubieten, um netzwerkartig das Potenzial des Bereichs „Textil“ zu entdecken, zu fördern und zu entwickeln.

Zur aktuellen Aktion, dem 4. Textilen Outdoor Award: Wer kann mitmachen und was sind die Vorgaben?
Bosbach: Aufgabe des 4. Textilen Outdoor Award ist es ein textiles Kunstobjekt für den Outdoorbereich anzufertigen, das von Juni bis Oktober 2016 auf einem 6 km langen Rundwanderweg und in privaten Gärten in der Naturarena Bergisches Land/Gemeinde Much ausgestellt wird. Das Textilobjekt darf mit allen zur Verfügung stehenden textilen Techniken und (non)textilen Materialien angefertigt werden. Format und Größe sind frei wählbar. Einsendeschluss ist der 10. Dezember 2014. Teilnehmen dürfen Privatpersonen, Künstler, Designer, Studenten, Fachhändler des Hobby- und Handarbeitsbereichs und ihre Kunden, aber auch der Bereich Schulen, Fachhochschulen und Universitäten. Kooperationspartner sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Eine vierköpfige Jury entscheidet im Dezember 2014, wer die Zulassung zum 4. Textilen Outdoor Award für den Bewertungsbereich „Erwachsene“ und „Nachwuchs“ bekommt. Voraussichtlich werden 25 Outdoorobjekte zugelassen. Alle zugelassenen Kunstobjekte werden 2015 in der Ausstellung „Faser um Faser :: Textiler Kunstwanderweg 2016“ im Forum Mola-Kunst in Bremen präsentiert, nachdem im Frühjahr des Jahres zunächst die öffentliche Preisverleihung mit Bekanntgabe der Platzierungen stattgefunden hat.

Gibt es eine Zusammenarbeit mit Händlern oder der Industrie bzw. wirkt der Preis in die Branche hinein?
Bosbach: Alle Textilen Outdoor Awards werden seit der Erstrealisation immer in Kooperation mit Unternehmen des Hobby- und Handarbeitsbereichs durchgeführt, aber auch zusätzlich – wie beispielsweise beim Kunstwanderweg – mit der Gemeinde Much, dem dortigen Tourismusbüro oder ortsansässigen Hotels, Händlern und Vereinen. Alle Partner des Projektes stellen dankenswerterweise kostenfrei Sachpreise oder Gutscheine für die jeweiligen Gewinner des Awards bereit – oder, wie beispielsweise beim Verkehrsverein Much e.V., übernehmen ehrenamtlich die Pflege und Kontrolle des Wanderweges während des gesamten Präsentationszeitraums.
Das Interesse an einer Teilnahme am Textilen Outdoor Award ist in den vergangenen Jahren nachweislich gestiegen. Aktuell sind bereits für den 4. Textilen Outdoor Award über 20 Partner vorhanden. Wer ebenfalls Interesse an einer Teilnahme hat, kann als namentlich genannter Partner jeder Zeit mit einsteigen.


Mit dem 2. Textilen Kunstwanderweg gibt es wieder Arbeiten im öffentlichen Raum. Wie wird diese besondere Kunstform angenommen?
Bosbach: Im Rahmen des 1. Textilen Kunstwanderweges wurden Zählungen auf dem Veranstaltungsweg an einem regulären Samstag durchgeführt und dabei rund 300 Personen gezählt. Schon alleine diese erstklassige Zahl spricht sicherlich für die gute Annahme der Kunstform in der Öffentlichkeit. Ebenso waren die angebotenen kostenfreien Wanderführungen, die 2016 auch wieder stattfinden, während des gesamten Präsentationszeitraums ausgebucht.
Aus persönlicher Sichtweise kommt zu der Kunstform allerdings noch ein anderer wichtiger Aspekt hinzu: Die Natur ist im Trend, man wandert wieder. Nie zuvor hat es so viele Menschen in ihrer Freizeit in die Natur gezogen wie heute. Die Gründe für diese Entwicklung liegen klar auf der Hand: Der gestresste Großstadtmensch von heute sucht einen Ausgleich in Bewegung. Spaziergänge in der Natur sorgen dafür, dass wir im Kopf wieder klar werden. Die positive Wirkung des Wanderns auf die menschliche Psyche ist wissenschaftlich belegt. So senkt Experten zufolge beispielsweise alleine das Betrachten schöner Landschaften den Blutdruck und fördert das Gefühl der Entspannung. Aber: Dem strukturierten und organisierten Großstadtmenschen von heute reicht alleine die Natur für den Freizeitspaß nicht aus. Die Landschaft muss mit einer Geschichte bzw. einer Marken-Architektur ausgestattet werden, um den komplexen Lifestyle-Ansprüchen gerecht zu werden.

Handarbeit! Wo finden interessierte Personen Informationen zum Textilen Outdoor Award?
Bosbach: Infos sind zu unter über www.faser-um-faser.de .

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