Silke Bosbach - selbst praktizierende Outdoor-Knitterin - hat den ersten Guerrilla Knitting Award ins Leben gerufen.Die Wollkunst hat seit diesem Jahr einen eigenen Award. Der „guerilla knitting AWARD 2012“ wurde von Silke Bosbach ins Leben gerufen und ist der erste Award für Knitter & Crochetter im Outdoorbereich. Nach Einsendeschluss im September zählte Bosbach 179 Einreichungen, die im Oktober von einer Jury begutachtet wurden. Am 24. März 2012 findet um 14 Uhr im Rahmen der h+h cologne die Preisverleihung auf der Sonderschaufläche von Silke Bosbach statt.
Die Strickistinnen verbinden Wollkunst und Politik wie hier beim 100. Internationalen Frauentag in Wien.In Österreich sind die „Strickistinnen“ zuhause, eine Gruppe wollbegeisterter Aktivistinnen, die seit Mai 2010 mit verschiedenen Aktionen im öffentlichen Raum präsent ist. Ihr Motto lautet: „Abwarten hilft nicht, also stricken wir, ein an und gegen.“ Mit ihren Strickaktionen wollen die Strickistinnen auf politische Zusammenhänge aufmerksam machen, im Alltag überraschen, neue Blickwinkel auf Bekanntes eröffnen und textile Techniken, die weiblich konnotiert und im Privaten verortet werden, in den öffentlichen Raum einbringen. Besonders aufmerksamkeitsstark war die Gemeinschafts-Kunstaktion „KnitHerStory – Guerilla Knitting Projekt zur Sichtbarmachung von Frauengeschichte(n) im Öffentlichen Raum“ am 19. März anlässlich des 100. Internationalen Frauentags. Dabei wurden in Wien zahlreiche Objekte wollig umhüllt.
Ute Lennartz-Lembeck hat in Velbert eine Trauerweide in ein wolliges Kleid gehüllt.Guerilla Knitting, auch Urban Knitting, Yarn bombing oder gestricktes Graffiti, ist eine Form der Street-Art, bei der Gegenstände im öffentlichen Raum durch Stricken verändert werden. Dies kann vom Anbringen von gestrickten Accessoires bis zum Einstricken ganzer Stadtmöbel reichen. Die Knittings können lediglich der Verschönerung dienen oder auch eine symbolische Bedeutung haben. Den Ursprung hat das wollige Treiben in Texas, wo sich die erste Vereinigung von Guerilla-Strickern „Knitta Please“ nennt. Sie nahm ihren Anfang 2005 in Houston, als Strickerinnen begannen Türklinken mit gestrickten Accessoires zu verschönern. (vgl. Wikipedia)